Pulvertechnik

Die Einbrennlackierung oder auch Pulverbeschichtung genannt, besitzt sehr hohe Haftungseigenschaften auf der Beschichtungsfläche.
Diese kann u.a. bei Bedarf spanend bearbeitet werden und hat eine hohe chemische und thermische Resistenz.
Durch Zuhilfenahme von Druckluft werden zuvor elektrostatisch aufgeladene Polyesterharzteilchen auf elektrisch negativ aufgeladene Beschichtungsteile gesprüht.
Durch die elektrostatischen Anziehungskräfte bleibt eine zuvor definierte Menge an Pulver am Bauteil haften.
Im Einbrennofen wird das Polyesterharz bei ca. 200 Grad Celsius verflüssigt und es bildet sich ein geschlossener Polyesterharzfilm.
Dieser Polyesterharzfilm zeichnet sich durch seine hohe Beständigkeit gegen Umwelteinflüsse und mechanische Belastung aus.
Bei der elektrostatischen Pulverbeschichtung werden keine Lösungsmittel verwendet.
Diese Technik ist im Gegenzug zur Nasslackierung äußerst umweltfreundliche.
Das Pulver wird durch eine Pulverrückgewinnung mittels Zyklonen mit einer Ergiebigkeit von über 95% dem Prozess wieder zugeführt.
Pulverbeschichtete Metallbauteile vereinen hohe Funktionalität und gutes Aussehen. Sie bieten dauerhaften Schutz und haben einen geringen Pflegeaufwand.
Das große Farb- und Strukturangebot, gibt Ihnen unzählige Möglichkeiten, die Oberflächen und damit das Aussehen Ihrer Bauteile zu gestalten.

Vorbehandlung
Eine wichtige Voraussetzung für einen dauerhaften Schutz und qualitativ hochwertiger Lack – Oberflächen, ist die geeignete Vorbehandlung.
Diese vollzieht sich in modernen Anlagen in mehreren Schritten bzw. Anlagenkammern.
Kugel-Bär betreibt eine 5-Kammer-Längstakt-Spritzanlage, von denen mehrere Kammern für 2 Verfahrensschritte ausgelegt sind.
Der Vorteil liegt in dem dadurch gegebenen schnellen Wechsel der zu beschichtenden unterschiedlichen Materialien.

So können in der Kugel-Bär Vorbehandlungsanlage blanke Stahlteile, verzinkte Stahlteile, Aluminiumprofile, Alu-Druckgussteile, Zinkdruckgussteile uvm. vorbehandelt werden.
Saure Beizentfettung
Durch Entfetten und Beizen werden haftungsmindernde Verunreinigungen (z.B. Öle, Fette, Schmierstoffe) abgelöst und die auf jedem Bauteil haftenden natürlichen Oxidschichten entfernt.

Nach mehreren Spül- und Aufbereitungsvorgängen wird in einem weiteren Verfahrensschritt eine chromfreie Passivierung aufgebracht. Die sehr dünne Schicht vermittelt der Beschichtung eine gute Haftung und passiviert die Metalloberfläche.
Mit diesem Verfahren setzt Kugel-Bär auf das Grüne Umweltsiegel!
Durch die Vermeidung von chromhaltiger Passivierung können alle Abwässer ökologisch verträglich wieder in der hauseigenen Abwasserbehandlungsanlage aufbereitet und dem Prozess wieder zugeführt werden.
Das Material wird wieder gründlich gespült und in einer eigens vorgesehenen Trocknungsanlage für den nachfolgenden Beschichtungsprozeß im Durchlaufverfahrenaufbereitet.

Der Pulver – Prozeß
Nach einer vollständigen Trocknung der chromfreien Passivierung wird in einer hoch modernen PVC Pulverkabine mit Hilfe von jeweils 6 senkrecht angeordneten Wagner - Pulverpistolen das Polyesterharz elektrostatisch aufgeladen und durch Druckluft auf das zu beschichtende Teil, welches elektrisch negative aufgeladen wurde ( geerdet) gesprüht.
Durch den Aufbau der völlig geschlossenen Kabine wird das Pulver, welches am geerdeten Bauteil nicht haftend bleibt, aufgefangen und abgesaugt.

Durch entsprechende Zyklone wird das Pulver wieder separiert und dem Prozess zugeführt.
Ca. 95% der nicht am Bauteil haftend gebliebenen Pulvermenge können somit wieder gewonnen werden.

Einbrennvorgang
Der Kugel-Bär Einbrennofen ist so ausgelegt, dass je nach Einsatz der entsprechenden Pulverqualität das Einbrennen mit einer Temperatur von 180 Grad C bis 210 Grad C erfolgt.
Die im Pulver befindlichen Harze schmelzen bei dieser Temperatur, und verankern sich dabei in der chromfreien Passivschicht.
Es tritt eine Vernetzungsreaktion ein. Es entsteht ein geschlossener, sehr gut haftender Polyesterharzfilm von hoher Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und mit guten mechanischen Eigenschaften.
Die Schichtdicke beträgt ca. 80 µm ± 20 µm.